Sieben Klassen der 1. und 3. OS begaben sich am vergangenen Dienstag nach Wohlen ins Kino – und zwar „zu Fuss“. Das „Ins-Kino-marschieren“ hatte durchaus seine Bewandtnis bzw. entsprach dem Inhalt des Films, den sich die Jugendlichen anschauen wollten.

Der Dokumentarfilm „On the way to school“ von Pascal Plisson zeigt Kinder aus vier Ländern auf ihrem Weg zur Schule. Jackson und seine Schwester laufen in Kenia rund zwei Stunden, bis sie in der Schule sind. Auf diesem Weg können ihnen Giraffen, Zebras und auch mal (Achtung Gefahr!) Elefanten begegnen. Zahira in Marokko wandert mit ihren Kolleginnen vier Stunden durchs Atlasgebirge bis ins Internat, wo sie dann die Woche über bleibt. Samuel und seine zwei Brüder in Indien brauchen rund eine Stunde für ihren Schulweg – verbunden mit einem Handicap. Samuel leidet an Kinderlähmung und sitzt in einem alten, verrosteten Rollstuhl, während ihn seine Brüder Richtung Schule schleppen, zerren und schieben. Und schliesslich sind da auch noch Carlito und seine kleine Schwester, die reitend den Weg zu ihrem Schulhaus im südlichen Argentinien (Patagonien) zurücklegen. Alle sind sie froh über die Möglichkeit einer Ausbildung und alle haben sie ihre Träume für ihre Zukunft – klare Berufsvorstellungen inklusive.

Nach 90 Minuten Film gab's noch eine eindrückliche Gesprächsrunde mit einem Moderator samt einem Filmschaffenden (Regisseur von Dokumentarfilmen). Im Frage-Antwort-Spiel wurde auf einzelne Szenen, auf die Unterschiede zwischen Spiel- und Dokumentarfilm, auf Szenen-Schnitte und andere Details mehr eingegangen. Auch die Jugendlichen hatten da noch etliche Fragen in petto, die samt und sonders beantwortet wurden. Ein eindrücklicher Schulvormittag – und natürlich wurde auch der Rückweg wieder unter die Füsse genommen. Und das eine oder andere aus dem Film wurde auch im Unterricht noch thematisiert.

Text: Markus Köpfli

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