Ende der letzten Schulwoche stand für die 60 Schülerinnen und Schüler der Villmerger Abschlussklassen eine historische Exkursion auf dem Programm. Mit einem Car ging es über Basel ins elsässische Frankreich. Auf einer Anhöhe der Vogesen erreichten die Aargauer ihr Ziel: das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (von 1941 bis 1944 Straf- und Arbeitslager des nationalsozialistischen Deutschlands im besetzten Frankreich, wo rund 22‘000 Menschen an den Folgen der Haft, an Krankheiten, Überarbeitung oder Mangelernährung starben oder umgebracht wurden).

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts waren die vier Klassen gut auf die Thematik vorbereitet worden. Speziell zu beachten galt es auch, an diesem Ort des Gedenkens, an dieser Stätte schrecklicher Verbrechen ein respektvolles Verhalten an den Tag zu legen. Dies meisterten die Villmerger Schüler sehr gut.

Nach der Besichtigung des Museums mit thematischer Aufarbeitung der Geschichte Nazideutschlands ging’s durch das Eingangstor ins eigentliche Lager. Eine Baracke gab es da zu besichtigen, den Appellplatz, auch die Hinrichtungsstätte, den Todesgraben, das Krematorium, Räume für grässliche, medizinische Versuche und auch Gefängniszellen. Schrifttafeln erlaubten es, sich ein ungefähres Bild zu machen von dem, was sich hier an Abscheulichkeiten abgespielt hatte. Die Jugendlichen stellten vielerlei Fragen und bei vielen kamen auch mulmige Gefühle hoch. Deutlich setzte bei allen eine Auseinandersetzung mit der Thematik ein.

Damit hat die Exkursion ein wichtiges Ziel erreicht. Sie hat aufgerüttelt, hat aufgezeigt, wozu Menschen anderen Menschen gegenüber fähig sind; und in diesem Sinne kann sie auch mit dazu beitragen, dass sich so was nie mehr wiederholt.

Text: Markus Köpfli

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