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per sofort Logopädin oder Logopäden für 12 Lektionen (auch in Ausbildung)

Stellvertretung Lehrperson Kindergarten 100 % (27.05.19 - 5.07.19)

 

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Aktuelles alle Stufen

Schulsport I&S 2018/2019

Kindersport
(Kindergarten bis 4. Klasse)

Folgende Kurse finden statt:

Kindersport Kurs 1 Polysportiv klein: 
Montag, 16.30 - 17.15 Uhr
Halle Hof 1-3

Kindersport Kurs 4 Geräteturnen:      
Montag, 17.15 - 18.00 Uhr
Halle Hof 1-3

Kindersport Kurs 5 Polysportiv klein: 
Donnerstag, 16.00 - 16.45 Uhr
Halle Hof B

Jugendsport

(5. Klasse bis 3. Oberstufe)

Folgender Kurs findet statt:

Jugendsportkurs Badminton;           
Donnerstag, 17.30 - 19.00 Uhr
Halle Hof B+C

 

Projektwochen 2019

Projektwochen Oberstufe 2019

Projektwochen Unterstufe 2019

Projektwochen Mittelstufe 2019

 

Winterlager Primar

2019

 

Login Lehrpersonen

Im Zuge der Sparmassnahmen im Kanton Aargau wird die integrative Schulung ausgehöhlt und damit an die Wand gefahren. Was vor Jahren hoffnungsvoll begonnen hat, steht nun vor dem Aus.

Das aargauische Schulgesetz sagt es klar: Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen erhalten eine besondere Förderung. Ob diese mit Kleinklassen oder mit der Integration in die Regelklassen umgesetzt wird, entscheiden die Schulpflegen vor Ort. Ebenso entscheidet die Schulpflege, ob Kinder, welche verstärkte Massnahmen benötigen, integriert werden können, oder ob sie einer Sonderschule zugeführt werden müssen. Dies kann der Fall sein, wenn Kinder geistig überfordert sind oder wenn sie unter einer schweren Sprachstörung oder einer sozialen Behinderung leiden. Bleiben diese Kinder in den Regelklassen, sind sie, aber auch die Klassen und die Lehrpersonen, zum Teil masslos überfordert. Für die Betroffenen ist das extrem belastend.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Lage im letzten halben Jahr stark verändert. Der Kanton hat die Schulen darüber informiert, dass er einen Teil der für diesen Zweck bereit gestellten Lektionen einsparen will. Er hat dies kurzfristig getan und schaut bei der Zumessung nicht mehr auf den Bedarf jeder einzelnen Schule, sondern auf die Gleichberechtigung aller Schulen. Er setzt dazu einen mathematischen Wert, den er in Zukunft wie eine Schraube anziehen kann, wenn er weiter sparen will.

Für die Schule Villmergen

hat dies massive Auswirkungen. Statt der bisher rund 110 Lektionen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Einzelfall streicht das Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) rund 50 Lektionen auf den Beginn des Schuljahrs 18/19 und nochmals rund 30 auf 2020/21. Das ist ein Verlust von zwei Vollzeitstellen, was zu einer Verunsicherung der Fachpersonen geführt hat. Logopädinnen und Heilpädagoginnen glauben, dass sie ihren Auftrag so nicht mehr erfüllen können. Sie haben auch Angst um ihre Stellen. Aus diesem Grund haben alle Logopädinnen auf diesen Sommer gekündigt. Auch Heilpädagoginnen haben ihre Stelle teilweise oder ganz gekündigt. Auf Nachfrage beim VAL, dem Verband der aargauischen Logopädinnen, erfährt man, dass das Problem im Kanton Solothurn nicht existiert. Dort, bei unserem «armen» Nachbarn, sind die Verhältnisse besser und die Logopädinnen verdienen rund 1500 Franken pro Monat mehr als im Aargau. Ein Grund dafür ist sicher auch, dass der Kanton wenig tut, um den sich seit Jahren verschärfenden Lehrermangel zu entschärfen; bei den Lehrerlöhnen stehen wir im Vergleich der Kantone weit hinten. Das BKS konstatiert jedes Jahr, dass vor fast allen Klassen eine Lehrperson steht und ist damit zufrieden. Viele Schulen müssen bei den Anstellungen grosse Kompromisse eingehen. Der Kanton Aargau ein schlechter Arbeitgeber? Ja, das kann man sagen.

So steht die Schule Villmergen ab dem neuen Schuljahr trotz grossen Anstrengungen ohne Logopädinnen da. Und für die Heilpädagogik mussten Lehrpersonen ohne besondere Ausbildung angestellt werden, weil es auf dem Stellenmarkt keine Heilpädagoginnen gibt. Diese absolvieren ergänzend zur Lehrerinnenausbildung eine mehrjährige Spezialausbildung und verdienen dann kaum mehr als die Lehrpersonen. An die Ausbildung zahlt der Kanton ebenfalls nichts mehr.

Ebenso traurig ist die Situation bei den Sonderschulungen. Der Kanton stellt bei weitem nicht genügend Sonderschulungsplätze zur Verfügung. So müssen Kinder, die in Kleingruppen lernen sollten, in Regelklassen mit bis zu 25 Kindern unterrichtet werden und belasten die Situation massiv. Was nützt es da, dass der Schulpsychologische Dienst eine Sonderschulungsbedürftigkeit ausweist und die Schulpflege die Kinder in eine Sonderschule schicken möchte, wenn der Kanton seine Hausaufgaben seit Jahren nicht macht und sich nicht an das Schulgesetz hält?

Wir verstehen alle Eltern, die sich berechtigte Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machen. Die Rechnung bezahlen jene, die aufgrund der verschlechterten Rahmenbedingungen schlechtere Zukunftsperspektiven haben und nicht in der Lage sind, die Antrittskriterien für eine Ausbildung zu erfüllen. Sie werden ihrer Zukunftschancen beraubt. Konsequenterweise hat das BKS den Begriff «integrative Schulung» aus dem Vokabular gekippt. Es heisst jetzt nur noch «Förderung in der Regelschule».

Das BKS muss in allen genannten Bereichen den Willen des Parlaments vollziehen, welches in seiner Mehrheit eine Steuererhöhung scheut wie der Teufel das Weihwasser. Da wird oft nicht über den nächsten Wahltag und die eigenen Interessen hinausgedacht. Oder ist es sogar ein politisches Konzept, die Bildung an die Wand zu fahren? - Einmal mehr geht das Sparen zulasten der Bedürftigen. Die können sich nämlich nicht wehren.

Claudio Fischer

 

 

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